Zu meiner person – Persönliche Geschichte

‘Historikerin von Anfang an, Germanistin um der Liebe willen’

Was ist Geschichte, wenn nicht das Erzählen und Verstehen von Geschichten? Gerade deshalb gibt es—im Gegensatz zum Englischen—in vielen europäischen Sprachen dafür auch nur einen Begriff. Hier ist meine „Geschichte“—eine Geschichte lebenslanger Neugier, vieler Reisen und eines unerwarteten Schicksals—mit einem Hauch Märchenromantik!

Klicken Sie auf die Schaltflächen, um mehr über meine Geschichte und die Stationen meiner Ausbildung zur Historikerin und Übersetzerin zu erfahren.

Abu-Simbel-Tempel, Aswan, Ägypten

Schon als Kind in North Carolina hat mich Geschichte fasziniert, seien es die ägyptischen Exponate in der Ramses-Austellung, die ich mit meiner Grundschulklasse besuchte, oder die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King Jr., dessen „I have a dream„-Rede ich in der Mittelstufe auswendig lernte.

Stellen Sie sich vor, wie ich den Katalog der Ausstellung studierte oder mich in ein Buch vertiefte. Während die anderen Kinder draußen spielten, habe ich ferne, verschollene Welten entdeckt.

Goethe-Schiller-Denkmal, Weimar, Deutschland

Ich hatte schon immer die Absicht, Geschichte zu studieren, aber Deutsch habe ich am Guilford College nur gewählt, weil es hieß, dass der Professor geistreich und humorvoll sei (was er auch war!). Als ich etwas Deutsch konnte, entschied ich mich dafür, mein Auslandssemester lieber in München als in London zu verbringen, da ich erwartete, mein Deutsch nach meinem Abschluss —mangels aktiver Übungsmöglichkeit—sowieso schnell zu vergessen.

Selten lag ich in meinem Leben so falsch! Während der vier Monate des ersten Auslandssemesters lernte ich die deutsche Kultur und Geschichte, mit all ihren Herausforderungen und Widersprüchen, so schätzen, dass ich mich gleich um ein zweites Auslandssemester bewarb und mich neben Geschichte für Germanistik als Hauptfach entschied.

Die Würfel waren gefallen.

Hl. Elisabeth von Thüringen, Payerbach, Österreich

Nach meinem Bachelor-Abschluss bekam ich ein Fulbright-Stipendium , um ein Jahr an der Universität Marburg zu studieren. Dort hatte ich das Glück, in der Hessischen Stipendiatenanstalt aufgenommen zu werden und im alten Marstallgebäude des Landgrafenschlosses wohnen zu dürfen. Zuhause gab es nun viele Witze darüber, dass ich jetzt eine Prinzessin sei, deren Herz bald im Sturm erobert werden würde. Trotz meines Bestrebens, die Witze zu widerlegen, gab es diesen einen Mitbewohner, dessen Augen anscheinend immer leuchteten, wenn ich den Raum betrat.

Golden-Gate-Bridge, San Francisco, Kalif., USA

Der Abschiedsschmerz war heftig, aber ich wollte mein Studium der Reformation fortsetzen und war zur Promotion an der Universität von Kalifornien in Berkeley bei einem führenden Reformationshistoriker zugelassen worden. Und so führte mich meine Reise an die amerikanische Westküste, wo ich drei Jahre lang die Golden Gate Bridge von meinem Küchenfenster aus sehen konnte und viel Freude am Geruch der Eukalyptusbäume und am Nebel hatte, der von der Bucht von San Francisco aufstieg.

In Berkeley studierte ich neben der Frühen Neuzeit auch die deutsche Mystik und die Geschichte des abendländischen Christentums seit dem Mittelalter. Es war eine aufregende Zeit, aber ich vermisste die wechselnden Jahreszeiten und die deutsche Kultur, in der ich mich schon ein wenig zuhause fühlte. Deswegen kehrte ich 2005 nach Deutschland (und zu meinem ehemaligen Mitbewohner) zurück und verbrachte zwei Jahre damit, Quellen aus dem hessischen Staatsarchiv für meine Dissertation zu verarbeiten.

Blick vom Herkules über Kassel, Deutschland

2007 heiratete ich (wen wohl?) und zog nach Kassel, wo ich die Doktorarbeit fertig schrieb, für die die Universität von Kalifornien mir 2008 den Doktortitel verlieh. Kurz danach fing ich an in Teilzeit Englisch zu unterrichten und übersetzte meine ersten wissenschaftlichen Aufsätze. Seitdem habe ich Übersetzungsaufträge aus der ganzen Welt angenommen, z.B. für einen Auftraggeber aus Brasilien!

Und so geht die Reise weiter. Durch meine Ausbildung und meine Erfahrungen in Deutschland bringe ich eine besondere Kombination von wissenschaftlichen Kompetenzen und Sprachgefühl für meine Arbeit mit. So kann ich wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse einem breiteren Publikum zugänglich machen, sei es durch die Übersetzung eines Aufsatzes ins Englische, die Überarbeitung eines Vortrags für eine internationale Tagung oder die Produktion ansprechender Texte für ein Museum, das seine Ausstellung einem internationalen Publikum zugänglich machen möchte.

Jeder neue Text stellt ein Tor in eine dieser „fernen, verschollenen“ Welten dar, die mich schon immer faszinierten; außerdem bietet jeder Auftrag die Möglichkeit mit Menschen zu kommunizieren, die ähnlich wie ich leidenschaftlich der Vergangenheit nachgehen, und ihnen eine effektivere Kommunikation im Englischen zu ermöglichen.

Mehr über die Bilder auf meiner Homepages und was ich mit den Bildern verbinde, erfahren Sie hier.

Qualifikationen:

Sie können gerne einen detaillierten Lebenslauf anfordern; kontaktieren Sie mich einfach!

Weiterbildungen:

  • Deutsches Historisches Institut „Summer School“ für Archivwesen (2003)
  • Praktikum im Hessischen Staatsarchiv Marburg (2007)
  • ATA Tagung in Chicago, Illinois (2014), San Francisco (2016)
  • Historikertag in Dresden (2008), Göttingen (2014), Hamburg (2016)

South Hall, das älteste Gebäude der Universität von Kalifornien, Berkeley, USA

Writing  History:  Scholarship with   Style

Historische Dorfkirche auf Spiekeroog, Deutschland

Bildarchiv Nordseebad Spiekeroog GmbH – www.spiekeroog.de

Ein paar besondere Details:

Als ich sechs war, wollte ich Bäuerin werden (und vor allem Kartoffeln anpflanzen).

Das erste internationale Ereignis, an das ich mich erinnern kann, ist der Mauerfall 1989. Ich ahnte damals nicht, dass ich eines Tages fünfzig Kilometer entfernt von der ehemaligen Grenze zur DDR wohnen würde!

Meine Doktorurkunde wurde von Arnold Schwarzenegger unterschrieben, da er Gouverneur von Kalifornien war, als ich dort promoviert wurde.

Mein deutscher Mann behauptet ab und zu, dass ich „deutscher bin als die Deutschen.“

Mein bevorzugtes Urlaubsziel ist Spiekeroog, nicht zuletzt wegen des historischen Charmes des dortigen Dorfes!

Header photo: Universitätsbibliothek, Berkeley, Kalif., USA